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Heute war der erste Tag meines sozialen Praktikums im Kindergarten. Noch zu Hause hatte ich ein ganz komisches Gefühl bei der Sache, jedoch war der Tag wirklich schön.
Als ich die Gruppe betrat wurde ich von einer Hand voll Kindern gleich umzingelt und herzlich begrüßt. Ein paar weitere fragten mich, wie ich hieß.
Dann begrüßte mich auch die Gruppenleiterin.
Anfangs fühlte ich mich noch ein bisschen fehl am Platze, weil ich nicht wusste, was ich machen sollte. Nach ein paar Minuten ging ich dann auf einen Tisch mit winzig kleinen und niedrigen Stühlen zu. Ich setzte mich dort hin und gleich kamen ein Mädchen und ein Junge, die mit mir spielen wollten.
Wir spielten anfangs zu zweit, nachher dann zu dritt ein Kartenspiel.
Schließlich ging das Mädchen frühstücken und ich half einem Jungen beim basteln seiner Laterne.
Nach einer Weile lernte ich dann einen fünfjährigen Jungen namens Leon kennen.
Für seine fünf Jahre war er wie ich finde schon recht vernünftig und ich half ihm bei seinen ''Zahlen Aufgaben''.
Er besaß ein dünnes Heft zu der Zahl 10. In diesem musste er Aufgaben machen, wie zum Beispiel Zehn Piraten ausmalen oder zehn Kugeln einkreisen.
Ich fand es wirklich schön, ihm dabei zu helfen für jeden Piraten unterschiedliche Farben auszusuchen. Keiner durfte ja die selbe Farbe besitzen, wie ein anderer.
Lustig war es auch, wie ich ihm versuchte, klar zu machen dass es nicht Leon - Gelb sondern Neon Gelb heißt.
Dann las ich einem Mädchen namens Shaien ein Buch mit vor, oder besser wir blätterten die Seiten durch und ich erklärte ihr, welche Tiere dort zu sehen waren und sie sprach alles nach, was ich sagte.
Schließlich gingen wir dann raus und ich wurde die ganze Zeit von zwei Jungen namens Jan Luka (5) und Bibo (4) mit Blättern beworfen.
Darüber war dann Leon nicht so erfreut, ich merkte recht schnell, dass er wenig Lust hatte raus zu gehen und lieber die ganze Zeit mit mir alleine spielen wollte.
Wenn es nach mir gegangen wäre, hätte ich auch gerne mit ihm weiter gespielt, aber als Praktikantin konnte ich mich nicht nur in einen Teil der Gruppe verkriechen und mich um ein einziges Kind kümmern.
Dennoch spielte ich mit ihm noch vier Runden UNO und baute aus Holzklötzen ein paar Burgen.
Nachher gingen wir dann wieder raus und bauten eine riesige Sandburg. Ich glaube so viel Sand hatte ich schon lange nicht mehr in den Schuhen.
Um zwölf Uhr ging ich für eine Stunde nach Hause, was Leon, so wie Jan Luka sehr schade fanden.
Die beiden wollten nämlich unbedingt, dass ich während des Essens neben ihnen sitze.
Sie begleiteten mich noch bis zum Ausgang und fragten immer wieder, ob ich denn wieder käme.
Ich versprach es ihnen und ging nach Hause.
Als ich dann aus meiner Pause wieder kam, wurde ich erneut herzlich empfangen und umarmt. Nachdem wir noch ein wenig gemalt hatten gingen Leon und ich wieder raus und spielten Basketball und Schweinchen in der Mitte mit einem anderen Jungen.
Ich musste Leon immer wieder erklären, dass er den anderen Jungen der mindestens einen Kopf kleiner war, auch mal gewinnen lassen sollte.
Nachher gingen dann alle Kinder wieder rein und versammelten sich auf einem großen Teppich. Dann gab es eine ''Knusper-Runde'' in der jedes Kind sich von einem Teller ein paar Stücke Banane, Apfel, Kiwi oder Birne nehmen durfte.
Anschließend las ich ihnen aus einem Buch etwas vor. Danach sollten sich alle Kinder anziehen um wieder raus zu gehen.
Leon wollte natürlich nicht so gerne, außerdem bemerkte ich, dass er wirklich erkältet war. Da jedoch alle rausgingen blieb ihm keine Wahl.
Ich half ein paar Kindern dabei, die Jacke zu schließen und dann gingen wir raus.
Wir spielten Fußball und ich versprach Leon dann noch, dass wir Morgen eine große Sandburg bauen, da ich heute ehrlich keine Lust mehr hatte, wieder in den Sandkasten zu gehen.
Wo gehst du hin?
Nach Hause.
Warum?
Weil ich fertig bin. (Fix und fertig..)
Ich glaube den kleinen Leon werde ich wirklich vermissen..
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